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Sehenswürdigkeiten in Barcelona
In Barcelona gibt es Sehenswürdigkeiten über
Sehenswürdigkeiten, ich werde hier nur einige der in meinen Augen
Bedeutendsten aufzählen. Und ein kleiner Rat: Wenn man in Barcelona
studiert und sich für längere Zeit dort aufhält, sollte
man nicht immer denken: „Ich habe ja noch Zeit!“, denn sonst
ist man in den letzten 2 Tagen wirklich im Stress.
Sagrada Familia
Die Sagrada Familia ist das Wahrzeichen Barcelonas. Antonio Gaudi plante
den Bau und arbeitete bis zu seinem Tode im Jahre 1926 auch an der Durchführung.
Bis heute ist die Sagrada Familia unvollendet. Nichts desto trotz fühlt
man sich von den runden, spitz zulaufenden Türmen, die eine Höhe
von 100 Metern erreichen, in seinen Bann gezogen. Der Baustil ist absolut
einzigartig. Ob man die Sagrada Familia allerdings von innen sehen will,
sollte man sich überlegen. Denn auch innen ist die Kathedrale eine
Baustelle und die 5 € wissen Studenten meist sinnvoller auszugeben.
Öffnungszeiten: 01.04 - 30.09.: 9.00-20.00
Uhr; 01. 10. - 30.03.: 9.00-18.00 Uhr.
Preise: Grundtarif: 8 €; Führung:
11,50 €; Ermäßigter Eintritt: 5 € - Studenten und
mit Carné Joven und Ausweis; 3 € - Schüler unter 18 J;
Website: http://www.sagradafamilia.org/eng/index.htm
La Rambla
Die Rambla, eine der Hauptadern der Altstadt; dieser 2 km lange touristische
Boulevard verläuft zwischen dem Plaza Cataluya und dem Hafen. Hier
findet man Blumen- und Gemüsestände, Tierstände, Schuhputzer,
Straßentheater, Straßencafés und eine Menge von Schaustellern,
die hier, verkleidet als verschiedenste Figuren, ihr Geld verdienen. Spaziert
man auf der Rambla entlang kommt man auch zur Markthalle „Mercat
de la Boquería“, die sich auf der rechten Seite der Rambla
befindet. Eine Stippvisite lohnt sich!! Beeindruckend ist auch das Casa
Bruno Cuadros, mit dem Drachen und den Schirmen auf der Fassade. Einer
der schönsten Plätze Barcelonas ist der Placa Reial, der sich
auf der linken Seite unweit der Ramblas befindet. Der Platz ist ein ehemaliges
Kloster aus dem Jahre 1949. In den erhaltenen Galerien befinden sich nun
Läden. Auf dem von Palmen gesäumten Platz befinden sich außerdem
zwei Laternen von Gaudi. Am Ende der Rambla befindet sich das Monument
a Colom (die Columbus Statue), es wurde zum Gedenken an die Rückkehr
von Christopher Columbus in Barcelona nach seiner ersten Amerika-Reise
erbaut. Man kann die 50 Meter hohe Statue besteigen und genießt
dann einen überwältigenden Blick auf den Hafen und die Stadt.
Auch wenn die Rambla mehr das touristische Barcelona wiederspiegelt als
das Echte, ist sie trotzdem einen Besuch wert. Aber Vorsicht! Die Rambla
ist das Paradies für Taschendiebe und auch vor den Hütchenspielern
sollte man sich in Acht nehmen. Denn hier hat man nie auch nur die geringste
Chance zu gewinnen!
Tibidabo
Der Tibidabo ist ein 500 Meter hoher Berg, zu dessen Gipfel man gelangt,
indem man mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Tibidabo fährt, hier
in die Tramvia Blau (histrorische Straßenbahn) einsteigt und am
Peu del Funicular in die Zahnradbahn umsteigt. Auf dem Tibidabo befindet
sich neben dem wenig spektakulären Vergnügungspark, die sehr
beeindruckende Kirche Temple del Sagrat Cor. Es handelt sich eigentlich
um zwei übereinander gebaute Kirchen, denn über dem Kirchenraum
im Erdgeschoss befindet sich die runde Basilika. Die Christusstatue, die
auf der Herz-Jesu-Kirche thront, sieht man schon von weitem. Der Eintritt
in beide Kirchen ist kostenlos und lohnt sich. Das wohl Spektakulärste
am Tibidabo ist jedoch die unbeschreibliche Aussicht, denn Barcelona und
das Meer liegen einem zu Füßen. Mit einem kostenpflichtigen
Aufzug kann man zu einer Aussichtsplattform fahren, von der aus Treppen
zum Fuße der Christusstatue hinauf führen, wobei der Ausblick
nicht mehr viel eindrucksvoller werden kann.
Hafen von Barcelona
Der Hafen in Barcelona wurde wegen der Olympischen Spiele im Jahre 1992
umfassend erneuert. Es lohnt sich an der Strandpromenade entlang zu spazieren
und den Hafen mit den darin liegenden Booten zu begutachten.
Der alte Industriehafen (Port Vell) zwischen Barceloneta und dem alten
Gebäude der Zollbehörde ist zum Vergnügungsviertel geworden.
Hier befindet sich das Maremagnum – ein Einkaufs- und Erlebniscenter
mit Shops, Restaurants und Bars, das größte Aquarium Europas
und das IMAX Kino.
Von Barceloneta bis zum Port Olímpic ist abends
so einiges geboten, denn hier liegen Bars und Discotheken Tür an
Tür. Diese Ausgeh-Meile wird jedoch bevorzugt von Touristen besucht
und ist deshalb auch nicht ganz billig. Möchte man typisch spanische
Bars und Diskotheken kennen lernen, ist hier der falsche Platz.
Passeig de Gracia
Früher war der Passeig de Gracia eine Landstraße, die Barcelona
mit dem Dorf Gracia verband. Heute ist der Passeig de Gracia ein offenes
Jugendstilmuseum und die teuerste Einkaufsstraße der Stadt. Alle
Geschäfte mit Rang und Namen sind hier vertreten.
Das Casa Milá, das von Antonio Gaudi gestaltet und 1984 von der
UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, thront mit seiner wellenförmigen
Fassade und den bizarren Schornsteinen am Passeig de Gracia Nummer 92.
Der Bau wird auch La Pedrera (Steinbruch) genannt, da er aus Naturstein
gehauen wurde.
Ein Straßenabschnitt auf dem Prachtboulevard wird „Mancana
de la Discordia“ genannt, das heißt auf deutsch: Block der
Zwietracht. Hier konkurrierten die Gebäude von drei berühmten
Baumeistern mit unterschiedlichen Stilen darum, welches das Schönste
davon ist. Man sollte sie alle drei begutachten, denn jedes hat seinen
besonderen Reiz.
Das Casa Amatller wurde von Josep Puig i Cadafalch gebaut, befindet sich
am Passeig de Gracia 41 und erinnert an nordische Gotik. Das Casa Battlo
(Hausnummer 43), ebenfalls von Gaudi gestaltet, steht direkt nebenan.
Gewölbte Balkone und Erker schmücken das Haus. Die Fassade ist
mit glitzernden Mosaiksteinen überzogen und das Dach besteht aus
glasierten Kacheln. Nur wenige Meter weiter steht das dritte Gebäude
des Wettbewerbs mit der Hausnummer 35, das Casa Lleo Morera. Die Fassade
ist verziert mit den verschiedenen wichtigsten Erfindungen um die Wende
zum 19. Jahrhundert, dazu gehören Grammofon, Telefon, elektrische
Glühbirne und Kamera.
Bemerkenswert am Passeig de Gracia sind auch die schmiedeeisernen Verzierungen
der alten Straßenlaternen und das Straßenpflaster, beides
von Gaudi gestaltet.
La Pedrera - Casa Mila
Öffnungszeiten: Montags bis sonntags
10.00-20.00 Uhr.
Preise: Grundtarif: 7 €. Ermäßigter
Eintritt: 3,50 € (Rentner, Studenten sowie Kinder zwischen 13 und
16 J.). Freier Eintritt: Kinder bis 12 J.
Man sollte sich noch erkundigen ob besondere Veranstaltungen
statt finden, denn im Juni und Juli 2005 gab es zum Beispiel die Veranstaltung
„La Pedrera de nit“, d.h. man konnte von 21.30 bis 24.00 das
Casa Mila mit Musik und einem Glas Prosecco bestaunen. Besteht die Möglichkeit
an dieser oder einer ähnlichen Veranstaltung teilzunehmen, sollte
man dies tun, denn es ist wirklich unbeschreiblich schön. La Pedrera
bei Nacht!
Montjuic
Mit der Weltausstellung im Jahre 1929 begann die Eingliederung des Montjuic
in die Stadt, was erst im Jahre 1992 mit der Olympiade vollendet wurde.
Die Gebäude, die anlässlich der Weltausstellung gebaut wurden,
sind größtenteils noch unversehrt.
Darunter ist auch der Palau Nacional (Nationalpalast), der heute das Museu
Nacional d´Art de Catalunya beherbergt. Von dem monumentalen und
verkehrsreichen Placa Espanya hat man einen besonders schönen Blick
auf den Palau Nacional, der etwas erhöht auf dem ca. 200 Meter hohen
Hausberg Montjuic liegt. Unterhalb des Palastes befindet sich eine große
Fontäne, die „Font Mágica“, die an Sommerabenden
mit ihren atemberaubenden Licht- und Musikspektakeln die Zuschauer begeistert.
Im Sommer finden die Spektakel von Donnerstag bis Sonntag, zwischen 21.00
Uhr und 23.30 Uhr statt.
Der Montjuic ist einer der bedeutendsten Naturparks in Barcelona und eine
Oase der Ruhe und Erholung inmitten der Stadt und man hat einen sehr schönen
Ausblick auf Barcelona. Aufgrund der Olympiade befinden sich auch zahlreiche
Sportstätten auf dem Montjuic.
Im Sommer findet dort ein Kino-Open-Air-Festival mit einer
bunt gemischten Filmauswahl statt. Ich kann euch nur raten, unbedingt
einen Film dort anzusehen, da das Ambiente echt unvergleichlich ist. Und
vergesst nicht den „vino“ und das „bocadillo“!
Park Güell
Der Park wurde von Antonio Gaudí von 1900 bis 1914 erschaffen.
Der Fürst Güell beauftragte ihn, eine an die englischen Gartenanlagen
angelehnte Gartenstadt zu bauen. Folglich plante Gaudí diese Gartenstadt
mit über 60 Villen, die im Vorfeld verkauft werden sollten um das
Vorhaben zu finanzieren. Dies funktionierte jedoch nicht und so wurde
diese Gartenstadt nie fertiggestellt. Gaudí versuchte umweltgerecht
und kostengünstig zu bauen, also fanden keine Erdbewegungen statt,
die Baumaterialen fand er auf dem Grundstück selbst und er verwendete
für die Mosaike Abfälle der Keramikfabriken. Seine Pläne
passte er also der hügligen Fläche an und er verwendete Stützmauern
und Terrassen, die sich durch ihre organischen Formen perfekt in das Gelände
eingefügt haben und fast natürlich wirken.
Der Park Güell ist unbeschreiblich schön und vielfältig.
Nicht umsonst wurde er 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Zwei Pförtnerhäuser mit beeindruckenden Zuckergussdächern
bilden den Haupteingang des Parks. Von dort aus führt eine wunderschöne
Treppe, die beidseitig von bunten Mosaiken und Skulpturen geziert wird,
und in deren Mitte sich der berühmte Salamander befindet, zu einer
riesigen Terrasse. Von dem Terrassenplatz aus, der von einer lang geschwungenen,
schlangenförmigen mosaikverzierten Bank eingerahmt ist, hat man einen
schönen Ausblick über das Meer und Barcelona. Aber man sollte
sich wirklich Zeit nehmen, auch den Rest des Parks zu erkunden, denn es
gibt Grotten, Arkadengänge, prächtige Kakteen und vieles mehr
zu sehen. Von dem Platz der drei Kreuze hat man einen besonders schönen
Blick auf Barcelona, das ist nämlich der höchste Punkt des Parks.
In dem rosa Haus, das sich auch im Park befindet, wohnte Gaudí
während der Errichtung des Parks. Heute ist es ein Museum, den Eintritt
kann man sich allerdings sparen, denn es ist nicht besonders spektakulär.
Öffnungszeiten: Täglich geöffnet:
November bis Februar: 10.00-18.00 Uhr, März und Oktober: 10.00 -
19.00 Uhr, April und September: 10.00-20.00 Uhr, Mai bis August: 10.00-21.00
Uhr.
Palau de las Musica Catalana – katalanischer Musikpalast
Der Musikpalast ist eines der wichtigsten Bauwerke des Modernismus der
Stadt und gehört zu den bedeutendsten Konzertsälen der Welt.
Der Palau wurde zwischen 1905 und 1908 von dem katalanischen Architekten
Lluís Domènech i Montaner erbaut und 1997 von der UNESCO
zum Weltkulturerbe erklärt. Die Mosaikarbeiten aus Keramik und die
vielfarbigen, mit Blumenmotiven geschmückten Fenster im Inneren des
Palaus sind sehr imposant. Man sollte sich auch unbedingt, die in Stein
gehauenen Darstellungen an den Seiten der Bühne ansehen.
Jährlich finden im Musikpalast bis zu 300 musikalische
Events statt und ein Besuch eines Konzerts ist wirklich empfehlenswert.
Unter folgender URL befindet sich der Veranstaltungskalender: http://www.palaumusica.org/concerts.html.
Öffnungszeiten: September
bis Juni: Montags bis sonntags 10.00-15.30 Uhr, Juli und August: 10.00-19.00
Uhr.
Preise: Grundtarif: 8 €. Ermäßigter
Eintritt: 7 € (Personen ab 65 J., Rentner, Arbeitslose, Gruppen ab
25 Personen, Studenten und Kinder bis 14 J. mit Ausweis).
'Website:
http://home.palaumusica.org/index.asp?pIdioma=ang
Gran Teatre del Liceu
Das Gran Teatre del Liceu wird von vielen als eines der feinsten Opernhäuser
in Europa neben der Scala in Mailand angesehen. Miguel Garriga i Roca
baute das Opernhaus von 1845 bis 1847. 1994 erlitt das Gran Teatre einen
schlimmen Brand, welchen das Foyer und der Hufeisenbogen jedoch überstanden.
Die Bevölkerung und die Regierung von Barcelona entschieden sich
für einen Wiederaufbau und so wurde das Opernhaus im Jahre 1999 wieder
für die Öffentlichkeit zugänglich. In den letzten 200 Jahren
wurden die wichtigsten Werke wie Mozart, Rossini, Verdi, Wagner, Puccini
und Strauss von den besten Stimmen in dieser Oper gesungen. Besonders
sehenswert im Gran Teatre del Liceu ist der Zuschauerraum, der Spiegelsaal
und das Foyer.
Öffnungszeiten: Montags bis sonntags
10.00 Uhr (Führung), 11.30, 12.00 und 13.00 Uhr.
Preise: Führungen: Grundtarif: 6
€. Ermäßigter Eintritt: 4,50 € (Gruppen ab 25 Personen);
4 € (Personen ab 65 J. und Studierende mit Ausweis)
Website: http://www.liceubarcelona.com/teatre_liceu.asp
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